Ich habe länger überlegt, wie ich weiterschreibe und möchte Euch nun Anteilgeben an meinem Gedanken zu dem obengenannten Buchtitel von Hans Peter Royer.

Teil 1 „Du musst sterben bevor du lebst, damit du lebst bevor du stirbst.“
Im vergangenen Winter habe ich beim Joggen mit dem Gedanken auseinandergesetzt, was wäre wenn mein Leben in der kommenden Zeit zu Ende gehen würde. Bin ich dankbar und zufrieden, wie mein Leben jetzt verlaufen ist, vermisse ich etwas in meinem vergangenen Leben, bereue ich etwas, hätte ich manches ganz anders gemacht? Ich kam zu dem Gedanken, das ich nichts misse oder vermisse, bereuen vielleicht, anders machen würde ich bestimmt manches auch, aber dann versuche ich wieder barmherzig mit mir zu sein. Ich bin dankbar für mein Leben, so wie es ist.Als dann eine langjährige Bekannte im Ende Februar unverhofft an einem Herzinfarkt gestorben ist, war ich doch ganz schön erschrocken und habe getrauert. Sie war nur ein halbes Jahr älter als ich und ich habe es bereut, das ich sie letzten Sommer nicht noch mal besuchte. Da werde ich versuchen noch aufmerksamer auf meine innere Stimme, Gottes Stimme zu hören. Diese Gedanken kamen mir, da war Corona noch nicht in Europa, zu mindesten nicht offensichtlich erkennbar und dann kam dieser kleine Virus Covid 19.
Und ich war erstaunt, wie Menschen um mich herum mit dieser Situation umgingen.

Bei manche älteren Menschen war ich erstaunt, das ihnen nicht bewusst ist, das sie jeder Zeit mit oder ohne Virus sterben könnten, u.a. hatten sie noch kein Testament gemacht.

Meine Bekannte hatte alles geregelt,
obwohl sie erst vor ein paar Monaten in ihre Traumwohnung umgezogen ist, auf die sie jahrelang gewartet hatte,
obwohl ihre Lebensgemeinschaft endlich zusehend wächst, die sie mit aufgebaut hat,

obwohl sie ihren Traumjob hatte,
und ihre Berufung auf vielfältigste Art und Weise leben durfte.
In den vergangenen Jahren setzte ich mich immer mal wieder mit dem Thema Tod und Sterben auseinander.
Was wäre wenn Thomas nicht mit von den humanitären Hilfstransporten zurückkommt?
Was wäre, wenn einem meiner Kinder etwas passiert oder sie unheilbar krank werden?

Was wäre, wenn ich unheilbar krank werde?
Wie verhalte ich mich in diesem Situationen
?
Wie gehe ich mit dem Tod von nahen Angehörigen um?
Wer kennt solche Gedanken auch?
2015 war für mich ein Jahr, das geprägt wurde von monatlichen Abschieden in meinem eigenen und erweiterten Umfeld.

„Du musst sterben bevor du lebst, damit du lebst bevor du stirbst.“
Diese Buchbesprechung/ das Thema hatte ich vorbereitet, als ich kurzfristig die Tage für Gesundheits- und Krankenpflegerinnen/Krankenpfleger mit einem zum Thema „Medizin am Ende des Lebens“ übernommen hatte.Beim Durcharbeiten dieses Buches ist mir neu bewusst geworden, das unser Leben als Christ ein tägliches Sterben ist. Betrifft das aber nur das Leben, als Christen oder nicht alle Menschen? Was für ein Titel für ein Buch und für eine Herausforderung für unser Leben.

Was bedeutet diese Aussage für unser Leben?

Dazu dann morgen mehr…