Gedanken über Gedanken
In den vergangenen Wochen las ich auf Empfehlung, in ein Buch hinein. Ich las wirklich nur ein paar Abschnitte und musste es wieder zur Zeit legen. Wenn ich weiter darin gelesen hätte, hätte es mich ganz schön heruntergezogen. Ich habe länger überlegt, welches Wort für mich gepasst hätte. Umgangssprachlich würde ich das Wort depressiv verwenden. Als ich nach Synonymen suchte, war es dann eher das Wort Niedergeschlagenheit. Niedergeschlagenheit, die zu einer Resignation führen würde. Was störte mich an diesem Buch. In diesem Buch wurden Missstände angesprochen. Missstände die zum Teil nachvollziehbar waren und mir auch bewusst sind. Ich suchte dann nach Ideen im Buch, wie sich die Missstände auflösen lassen,aber es gab keine Lösungen?Wozu sollte ich jetzt dieses Buch lesen?
Mit was beschäftige ich mich? Worüber denke ich nach? Kurz darauf las ich einen Artikel beim Bibellesebund über unser Denken und den Einfluss auf unser Leben. Eigentlich ist das nichts Neues. Mir ist es in den letzten beiden Jahren vermehrt aufgefallen, wie unsere Gedanken u.a. durch die Medien geprägt werden und wie jeder das hört, was er hören möchte und nicht mehr offen ist für andere Gedanken. Die eigenen Gedanken äußern sich dann auch im Leben, der Art und Weise wie wir Leben, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen.
Unser Denken ist der Ausgangspunkt für den Umgang mit unserem Leben. Mein Denken bestimmt und prägt mein Leben. Mit was fülle ich meinen Kopf und mein Herz?
In Sprüche 4,23 steht. „Vor allem aber behüte dein Herz, denn dein Herz beeinflusst dein ganzes Leben.“ Meine Gedanken beeinflussen meine Herzenshaltung und die wieder um bestimmen mein Leben. Denn weiterhin heißt es in der Bibel in Sprüche 17,22 „Ein fröhliches Herz ist die beste Medizin, ein verzweifelter Geist aber schwächt die Kraft eines Menschen[.“ (NLB) Und das sieht man den Menschen auch wirklich an. Ihr Reden und Leben spricht dann eine eigene Sprache. Darauf kommt es oftmals gar nicht an, denn die Ausstrahlung spricht auch ein eigene Sprache. Wieso fühle ich mich zu den einen hingezogen und bei anderen reagiere ich eher zögerlich oder distanziert. Es geht zum einem bei mir darum, wenn Reden und Leben nicht übereinstimmen und wenn andere nicht bereit sind, über ihren Tellerrand zu schauen oder in ihren Gedanken so gefangen sind, dass sie alles nur noch negativ und oft auch pessimistisch sehen. Es ist ja nicht nur so, dass ihre Gedanken, Leben und Einstellungen Auswirkungen auf ihr Leben, sondern auch oft Auswirkungen auf ihr Umfeld haben.
Mit was fülle ich meine Gedanken? Welche Gedanken sind prägend für mein Leben, meine Ausstrahlung?
In den letzten Jahren las ich oft Bücher, die mich weiterbringen, mich herausfordern, mich zum Nachdenken und Überdenken meines Lebens anregen. Zu diesen Büchern gehört für mich auch seit vielen Jahren die Bibel. Während mich früher die Geschichtsbücher der Bibel angeregten zum Lesen, waren es später die Geschichte Gottes mit den Menschen. Später wurden mir die Psalmen wichtig, mit denen ich am Anfang nicht viel anfangen konnte. Vor allen Dingen die Klagepsalmen – Klagen die im Laufe des Psalms zum Dank übergehen. Ich darf klagen, ich darf bitten und ich darf und kann irgendwann wieder Gott danken und loben. Will ich das überhaupt? Oder bleibe ich lieber beim Klagen. Das ist meine Entscheidung. Ich darf mich entscheiden, welche Gedanken mein Leben beeinflussen, bestimmen und welche Auswirkung sie auf mich, meine Mitmenschen und Umwelt haben.
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal. Quelle: Jüdischer Talmud.
