Lange nichts mehr geschrieben….
Zwischendurch habe ich immer mal überlegt, was mich bewegt und in welche Gedanken ich Euch mit hinein nehmen kann. Bewegen tut mich vieles, aber etliches muss ich erst mal für mich und mit mir ausmachen und bewegen.
Heute kam mir ein Gedanke, der mich schon seit vielen Jahren, fast Jahrzehnten bewegt, denn dastehe/stand ich oft auf verlassenen oder einsamen Posten. Perspektiven entwickeln – nichts Neues, logisch, sinnvoll, aber…
Ganz aktuell – 50 Schauspieler haben in der vergangenen Woche auf ironische und satirische Weise
ihre Meinung zu den Coronaregeln von sich gegeben. Sinnvoll? Stilvoll? Nachdenkenswert!
In einem Land, in dem die Meinungsfreiheit gilt, ist es rechtens. Ich komme noch aus einem Land und einer Zeit, in der ich das als Jugendliche nicht durfte.
Mir geht es aber in diesem Zusammenhang weniger um diese Sache, es ist nur ein Beispiel, was mich auch die letzten Monate bewegte. Welche kreativen Ideen und Perspektiven haben wir um mit Corona die kommenden Monate umzugehen? Es gibt schon Gedanken, Ansätze, Kreativität, aber auf dern anderen Seite Stillstand, Abwarten… In den letzten Wochen habe ich das Buch von Hans Rosling „Factfulness – Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist“ gelesen. Es kam vor 3 Jahren heraus. Er sagte u.a. dass es alle 20 Jahre eine Verbesserung/Nachbesserung, ein Umdenken von Systemen, mein Beispiel „DAS SCHULSYSTEM“. Das sagen aber noch viele andere. Es ist sehr interessant, dieses Buch in der heutigen Zeit zu lesen. Wer denkt denn weiter, wer denkt dann über das Heute hinaus? Wenn ich Ideen für die Zukunft in verschiedenen Gremien eingebracht hatte, wurde ich entweder ignoriert oder stand allein da. Tja. Und dann kamen die vorhersehbaren Situationen und man reagierte, was vorher schon hätte abgefedert werden können. Wir könnten manches vermeidEntscheidung-en, wie Frustration, Ärger, Verhärtung von Grenzen, wenn wir bereit sind weiter zu schauen, vorauszuschauen.
Was will ich? Zu den vermeidbaren Dingen kommt es doch oft nur, weil wir nur auf Situationen in der Gegenwart reagieren. Diese Reaktion bestimmen dann aber oft unsere Zukunft. Ein Beispiel, ich habe länger überlegt, wozu soll ich mich impfen lassen. Für manche war ganz klar, warum oder warum nicht. Für mich nicht. Meine Entscheidung: Ich lasse mich nicht impfen, weil der Staat das möchte, als braver Staatsbürger. Ich lasse mich nicht impfen, weil mein Arbeitgeber das will, damit ich nicht als Arbeitskraft ausfalle. Ich lasse nicht nicht impfen, weil ich Angst habe. Ich lasse mich impfen, um meinen Nächsten zu schützen. Das ist für mich eine Reaktion in der Gegenwart, die Folgen für die Zukunft hat.
Welche Perspektiven habe ich für meine Zukunft? Sehe ich das große Ganze? Sehe ich das Zusammenspiel von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft? Denke ich vorausschauend?
Dazu noch ein Beispiel, ist mir bewusst, das meine Erziehung Auswirkung auf das Leben meiner Kinder hat? Wie oft stand ich am Spülbecken und habe überlegt, wie ich mich jetzt richtig gegenüber meinen Kindern verhalte? Denn was ich erlebt und erfahren hatte, half mir in der Hinsicht überhaupt nicht weiter. Mir war klar, dass ich dazu lernen musste/muss und meine Kinder lernen dürfen/sollen. Sie lernen aber nur, wenn es verständlich und logisch ist und so kamen wir u.a. Dank meiner dritten. Ausbildung dazu, dass es logische Konsequenzen sein müssen. Wenn ich mich derzeit so oder so verhalte, welche Konsequenzen hat das dann für mein weiteres Leben, aber nicht nur für meins, sondern in dem Zusammenhang für die ganze Familie? Und dann die Frage welche Perspektiven ergeben sich daraus? Bei uns war es dann so, aus Erziehung wird Beziehung.
Ich habe mich entschieden, für ein Leben mit Jesus. Die Konsequenz ist in Gemeinschaft mit ihm und seinem Wort zu leben, mein Leben mit ihm abzustimmen und so manches mal bedingungslos zu vertrauen. Meine Perspektive: Nie allein. Ein Leben mit Zukunft.
Mit Gedanken aus dem folgenden Lied, möchte ich gern enden:
Ein Leben für Gott
Ein Leben gegeben für den Herrn der Welt
Ein Leben gegeben für das was wirklich zählt
Ein Leben für Gott, für ihn allein, das soll mein Leben sein
Ein Leben für Gott, für ihn allein, das soll mein Leben sein
Herr weise Du mir Deinen Weg
Zeig mir die Welt mit deinen Augen
Lass mich erkennen wer du wirklich bist
Gebrauche mich in dieser Welt
In meiner Schwachheit lass mich glauben
Und wenn ich falle heb mich wieder auf
Gebrauche mich in dieser Welt…
