Teil 5 „Du musst sterben bevor du lebst, damit du lebst bevor du stirbst.“
Was bedeutet das für mein Leben?
Hans Peter Royer schreibt dazu: „Denn das Einzige was wir wirklich besitzen, ist unser Leben, und darum ist es auch das Einzige, was wir Gott tatsächlich geben können.“ Der englische Theologe Selwyn Hughes schreibt: „Gott möchte, dass du und ich Jesus ähnlich werden. Gottes höchstes Ziel besteht nicht darin, uns zu Missionaren, Ärzten, Predigernoder Pfarrern zu machen – wir sollen vielmehr seinem Sohn ähnlicher werden. Alles andere muss diesem vorrangigen Ziel untergeordnet werden. Weil dies das Hauptziel ist, müssen wir uns ernstlich damit befassen.“ Und ich denke, das ist oft der Knackpunkt in unserem Leben. Was wollen wir in oder mit unserem Leben? Freiheit um jeden Preis?„Ihr seid ein Brief Christi, von uns geschrieben, aber nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes: nicht auf Steintafeln, sondern in die Herzen der Menschen.“Jesus ist unser Vorbild: Wir sollten seine Art übernehmen, im Denken, im Reden, im Handeln. Wir sollen nicht Jesus kopieren, sondern ihn und sein Leben verstehen. Der wichtigste Punkt im Leben von Jesus ist seine enge Beziehung zu Gott. Diese Beziehung wird durch folgende Punkte charakterisiert:
1. Jesus hat immer den Willen des Vaters getan. Sein ganzes Leben, seine ganzen Gedanken drehten sich immer um seinen Vater. Sein erstes Anliegen war der Wille Gottes, ihn im Leben und im Sterben zu verherrlichen.
2. Er hat viel Zeit in der Stille mit seinem Vater verbracht, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Jesus hat seinen Vater in alle Lebensbereiche mit einbezogen. Er hat nichts ohne seinen Vater getan, ob in der Stille oder im alltäglichen Trubel.
3. Er hat nichts aus eigener Kraft getan.
Da liegt z.B. auch mein Denkfehler, wie oft versuche ich alles aus eigener Kraft unter den Hut zu bringen und jahrzehntelang habe ich auch gedacht, ich kann meine Dankbarkeit gegenüber Gott nur ausdrücken, wenn ich mich für ihn engagiere, meine verschiedenen Begabungen einbringe und mich für ihn aufopfere – bis dann meine Seelsorgeausbildung kam. Durch die Eigenreflexionen und Lehranalysen lernte ich umzudenken und mein Leben veränderte sich dadurch, ganz langsam und leise. Mir wurde bewusst, dass ich versuchte aus eigener Kraft gerecht zu werden. Für meine Mitmenschen mache ich immer noch zu viel. Das kann schon sein. Ich habe verschiedene Begabungen mitbekommen, die ich gerne für Gottes Reich einsetzen möchte, aber ich vertraue nicht mehr auf meine eigene Kraft, denn wenn ich so weiter gemacht hätte, wäre etwas mit mir passiert. Ich lebe nun nicht mehr aus meiner Kraft, sondern aus Gottes Kraft. Und wisst ihr, das geht nicht nur mir so, sondern vielen anderen auch. Ich habe wie es auch Hans Peter Royer für sich erkannte, die Bibel über Jesus gestellt. Die Einhaltung des Wortes war mir wichtiger und ich erkannte nicht die Freiheit die Christus mir geschenkt hat, mit seiner Kraft, seiner Treue und seiner täglichen Begleitung zu leben.
