Was ist Hoffnung? Im Nachtdienst vergangene Woche hat mir meine Arbeitskollegin ihre Gedanken zu Gott und der Welt mitgeteilt und in vielen Dingen einfach mal ihren Frust raus gelassen. So manchen Gedankengang konnte ich nachvollziehen und wie sooft, fällt mir bei manchen nicht gleich eine Antwort oder ein Gedanke dazu ein. Ich hörte zum größten Teil nur zu.Gefrustet war sie/sind wir über die Arbeitsbedingungen und der Umgang mit uns als Einzelpersonen/Individuen mit der fehlenden Wertschätzung und Akzeptanz. Gefrustet ist sie über die momentane Situation im Umgang mit Corona und auch da wieder der Umgang mit den Einzelpersonen. Sie sieht in vielem keine Perspektive mehr und möchte auch keine Enkel in dieser Welt. Am Montagabend kam mir dann folgender Gedanken …beim Joggen. Ich joggte hinein in die Dunkelheit und den Nebel ohne mein Stirnlicht, das hatte ich vergessen. Dabei sind mir einige Gedankensplitter durch den Kopf gegangen, nebenbei hörte ich folgendes Lied von den O’ Bros…

Du lässt mich nicht allein
Für jetzt und alle Zeit
(Ah) Ich fühl mich wieder so allein, Herr (allein Herr)
Und kann es selber nicht mal ganz erklärn
Fress die Gefühle in mich rein, ja (mich rein, ja)
Und merke wie sie mir die Sicht versper’n
Da wo ich Grad wieder bin
Da wollte ich nie wieder hin
Doch dann erinnere ich mich daran wer du wirklich bist

Und ich weiß:
Du lässt mich nicht allein
Auch in meiner tiefsten Nacht
Für jetzt und alle Zeit (alle Zeit)
Du lässt mich nicht allein
Auch in meiner tiefsten Nacht
Für jetzt und alle Zeit hältst du mich, wenn ichs nich schaff, ja
Es ist hart doch ich geb nicht auf
Auch, wenn ich grad im Regen lauf
Du lässt mich nicht allein, ich weiß du bleibst für immer, ja

Ich verlier immer wieder meine Kontrolle
Will das erfülln, was andere von mir wollen
Versuche es ständig alleine, aber ich scheiter
Bis ich bemerk ich komm ohne dich hier nicht weiter
Keinen Plan, nur das ichs nicht alleine kann
Doch immer, wenn ich scheiter, dann
Dann bin ich save in deinem arm (oh-oh)

Du lässt mich nicht allein
Für jetzt und alle Zeit (alle Zeit)
Du lässt mich nicht allein
Auch in meiner tiefsten Nacht
Für jetzt und alle Zeit hältst du mich wenn ichs nich schaff, ja
Es ist hart doch ich geb nicht auf (geb nicht auf)
Auch wenn ich grad im Regen lauf (oh-oh)
Du lässt mich nicht allein, ich weiß du bleibst für immer, ja
Du lässt mich nicht allein
Auch in meiner tiefsten Nacht
Für jetzt und alle Zeit

Quelle: Musixmatch

und ich spürte ich bin in der Dunkelheit und im Nebel nicht allein, und dann kam mit der Gedanke, der mich manches anders sehen lässt, als meine Kollegin – denn es gibt einen Gedanken der mein Leben prägt und der heißt Hoffnung. Hoffnung, auch wenn alles anders aussieht, wenn es dunkel und neblig ist, der Weg ist trotzdem sichtbar, manchmal nur der nächste Schritt und die Hoffnung in der Dunkelheit zu haben – ich bin nie allein. Ich wünsche uns, das Weihnachten auch immer wieder darauf hinweist, dass wir in allen Unsicherheiten unseres Lebens hoffen dürfen. Wir dürfen hoffen, dass der Weg irgendwann wieder zum Licht führt, durch Dunkelheit und Nebel.